Wir suchen Menschen, die Kindern und Jugendlichen eine Chance auf eine Zukunft geben wollen und Freude am Zusammenleben mit ihnen haben. Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit sind dabei wichtige Voraussetzungen.
Um ein Pflegekind aufnehmen zu können, muss man keine pädagogische Berufsausbildung haben. Grundsätzlich können verheiratete und nicht verheiratete Paare, aber auch Einzelpersonen, mit oder ohne eigene Kinder, diese Aufgabe übernehmen. Je nach Alter, Biografie und aktueller Lebenssituation sind unterschiedliche “Familien”-Konzepte denkbar.
Selbstverständlich bereiten wir Sie intensiv auf die neue Aufgabe vor. Eine pädagogische Fachkraft begleitet die Kinder, die Pflegefamilien und die Herkunftsfamilien im Prozess der Anbahnung und des weiteren Verlaufs der Unterbringung. Es findet auch eine Zusammenarbeit mit wichtigen Institutionen und Verbänden statt. Alle am Hilfeprozess beteiligten sollten im ständigen Austausch sein, um dem Kind optimale Bedingungen zu bieten.
Damit künftig mehr Kinder als bisher die Chance bekommen, in der Geborgenheit einer Familie statt in einer Einrichtung aufzuwachsen, suchen wir möglichst viele Menschen, die bereit und in der Lage sind, diesen Kindern ein neues Zuhause zu geben. Vielleicht gehören Sie ja zu denen, die ein Kind bei sich aufnehmen möchten? Oder Sie kennen in Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis Menschen, die sich über ein neues Familienmitglied freuen würden?“
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Jedes Kind braucht für seine Entwicklung ein besonderes Maß an Zuwendung, Sicherheit, Verständnis und Liebe. Die meisten Kinder erleben dies in den Familien durch ihre Eltern und Geschwister. Es gibt jedoch in Familien Situationen, die sich nachteilig auf die Entwicklung von Kindern auswirken können. Wenn Kinder vorübergehend oder auch dauerhaft in ihrer Familie nicht nach ihren Bedürfnissen versorgt werden können, bieten Pflegefamilien eine wichtige alternative zur Heimerziehung.
Als Pflegefamilie sind viele mögliche Konstellationen denkbar. Ein neues Zuhause können Kinder zum Beispiel finden
Pflegekinder können
Unterschiedliche Lebenssituationen erfordern unterschiedliche Pflegeformen.
Die Aufnahme ständig „neuer“ Kinder fordert den Bereitschaftspflegeeltern sehr viel Flexibilität und ein hohes Anpassungsvermögen ab.
Angehende Pflegeeltern werden gut auf ihre Aufgabe vorbereitet. Hierfür gibt es einen verbindlichen Bewerberprozess, den alle Interessenten durchlaufen.
Mit der Schulung soll ebenfalls vermittelt werden, dass Pflegefamilien Teil des Jugendhilfesystems werden und damit auch zum Teil eine öffentliche Familie. Es soll bewusst gemacht werden, welche Aufgabe auf Sie zukommt und viel von Ihnen erwartet wird. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit wird daher als notwendige Voraussetzung angesehen, um ein Pflegekind aufzunehmen.
Fallanfragen sind über die Projektfeldkoordinatorin Frau Winter zu stellen.
Auf der Grundlage des § 27 SGB VIII bietet die individualpädagogische stationäre Erziehungshilfe folgende Hilfen an:
Ziel ist es, in unseren stationären Angeboten mit den Kindern und Jugendlichen Partizipation, Konfliktlösungsstrategien und Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Je nach Lebenslage wird die Rückführung in die Familie bzw. eine Verselbstständigung begleitet.
Die Wohngruppe „CASA“ befindet sich mitten in Boffzen… Das hast du noch nie gehört? Boffzen ist nicht riesig, bietet jedoch verschiedene kleine Einkaufsmöglichkeiten, Sportangebote, Freizeitaktivitäten sowie eine gute Busanbindung in die nur 3km entfernte Stadt Höxter sowie in das 10km entfernte Holzminden.
In ländlicher Natur und guter Nachbarschaft kannst du also dein Freizeitangebot sehr abwechslungsreich gestalten.
Alle Schultypen sowie ein Berufsbildungszentrum sind mit Schulbussen leicht zu erreichen. Eine Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung befindet sich in Holzminden. Die Schülerbeförderung wird organisiert.
Die Mitarbeitenden der Wohngruppe „CASA“ legen Wert auf ein positives und wertschätzendes Miteinander mit den Jungen und deren Familien. Wir arbeiten mit den Stärken der jungen Menschen und unterstützen sie bei der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit.
Die personellen Ressourcen der Wohngruppe „CASA“ bestehen derzeit aus sechs pädagogischen Fachkräften (u. A. ErzieherInnen, HeilerziehungspflegerInnen). Das pädagogische Personal wird außerdem unter der Woche zeitweise von einer Hauswirtschaftskraft unterstützt. Für anfallende, handwerkliche Belange kommt bei Bedarf ein Hausmeister.
Sie haben Fragen? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Wir bieten seit 1987 Ambulante Sozialpädagogische Angebote nach dem Jugendgerichtsgesetz § 10 JGG an. Die Angebote sollen insbesondere Jugendliche und Heranwachsende erreichen, die mehrfach gravierende Straftaten begangen haben.
Die Zielsetzung unserer Angebote ist die Erarbeitung von Strategien zur Vermeidung Freiheit entziehender Rechtsfolgen. Somit nimmt die Auseinandersetzung mit delinquentem Verhalten einen wichtigen Stellenwert in der Arbeit ein.
Weitere Zielsetzungen sind:
Ein Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Angebot zur außergerichtlichen Konfliktschlichtung. Alle Beteiligten einer Straftat können gemeinsam mit einem unparteilichen Dritten auf neutralem Boden eine Regelung zur Wiedergutmachung aushandeln.
Betroffene können reden, ihren Ärger loswerden, Wiedergutmachung erfahren und Ängste abbauen.
Verantwortliche können Verantwortung für ihre Tat übernehmen, sich entschuldigen und die Bedürfnisse der betroffenen Person ernst nehmen.
Beide Seiten haben die Möglichkeit ihre Konflikte zu klären, Aussöhnung zu erreichen und eine Regelung für künftige Begegnungen zu finden.
Der Täter-Opfer-Ausgleich ist freiwillig, fair, kostenlos und unparteiisch.
Der TOA wird durch die zuständige Staatsanwaltschaft oder der Jugendgerichtshilfe angeregt. Eine Kontaktaufnahme zu den Beteiligten erfolgt durch die zuständige Sozialpädagogin. Der TOA kann als begleitetes Gespräch zwischen der verantwortlichen und geschädigten Person oder als eine Gesprächsrunde, an der auch andere betroffene Personen aus Familie und Nachbarschaft teilnehmen können, stattfinden. Es ist aber auch möglich, eine Vereinbarung ohne persönlichen Kontakt zu treffen wie zum Beispiel durch einen Brief.
Die Einzelbetreuung durch einen/eine Betreuungshelfer/in orientiert sich an Intensität, Dauer und Ausrichtung am individuellen Unterstützungsbedarf der/des Jugendlichen. Hierzu gehören die Erstellung eines Förderplans, der während der Betreuungszeit regelmäßig angepasst und konkretisiert wird, strukturierte Einzelgespräche, die Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen, Einleitung von weitergehenden Hilfen und Elterngesprächen. Genau wie bei den Trainingskursteilnehmenden wird bei erfüllter Auflage ein Abschlussgespräch geführt, bei dem ein gemeinsames Fazit gezogen wird.
Die Sozialen Trainingskurse werden als fortlaufende Gruppe durchgeführt. Es können jederzeit neue Jugendliche und Heranwachsende mit aufgenommen werden. Die methodische Ausgestaltung richtet sich nach der jeweiligen Gruppensituation und orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen, Interessen und Problemlagen der Teilnehmenden. Die Gruppenarbeit besteht aus:
Hinzu kommen Einzelgespräche und ein Abschlussgespräch, in welchem den Teilnehmenden weitere Unterstützung angeboten wird.